015 - Warum ich mich gegen ein iPhone und fuer ein Huawei entschied

015 Warum ich mich gegenIch bin ein bekennender Fan von Apple Produkten. Ob ein Mac Mini, ein MacBook Pro oder ein iPhone, alle drei sind Produkte mit denen ich gerne und mit viel Freude arbeite. Alle drei Produkte sind intuitiv bedienbar, sehr stabil, sicher und zuverlässig. Außerdem liebe ich den einfachen Datenaustausch unter den Geräten. Egal, ob ich Termine, Kontakte oder Notizen auf einem der Geräte erfasse, durch die Synchronisation per iCloud sind alle drei Geräte sofort auf dem aktuellen Stand und ich verfüge jeder Zeit über einen konsistenten Datenbestand.

Natürlich haben Apple Produkte auch ihre Nachteile. Sie sind kaum erweiterbar, beinhalten meist etwas ältere Technik, sind recht teuer und durch das geschlossene Apple Universum nicht besonders kompatibel mit dem Rest der Welt. Bisher überwogen jedoch die Vorteile.

Mein iPhone 5S kam nun langsam in die Jahre. Mit seinen 16 GB Speicher war es ein Modell, dass auf Grund der Masse an unterschiedlichen digitalen Inhalten, die offenbar einen immer mehr ausufernden Kapazitätshunger aufweisen, an seine Grenzen stieß.
Ich konsumiere gerne Podcasts, bespiele meinen Instagram Account und liebe tolle Fotos, die ich über etliche Pins in Pinterest gruppiere.
Langer Rede kurzer Sinn, es musste ein etwas größeres, leistungsstärkeres und vor allem ein kapazitätsreicheres Smartphone her.
Mein Smartphone ist für mich wie ein Schweizer Messer. Ich nutze es für die Planung meiner Photoshoots, zur Erstellung von Moodboards, zur Planung von Locations über MyMaps zur Verwaltung von Flug- oder Bahntickets, zur Sammlung von Ideen, ja, auch zum Telefonieren, Nachrichten verschicken und vielem Mehr. Die ganz mutigen unter uns erledigen mit diesem Wunderwerk der Technik sogar jegliche Bankgeschäfte oder nutzen das Smartphone tagtäglich als Geldbörse. Dementsprechend ist es ein all-round Minicomputer, der sicher, zuverlässig, schnell und einfach in der Bedienung sein sollte. Gleichzeitig sollte das Gerät aber auch preiswert sein. Mit preiswert meine ich es wortwörtlich, es soll seinen Preis wert sein.

Als ich mich im iPhone Universum umschaute staunte ich nicht schlecht. Die günstigsten Gerätepreise für ein aktuelles Modell mit 64 GB Speicher, angefangen beim iPhone X über das XR bis hin zum iPhone 11 begannen ab 890,- € und endeten bei 1150,- €.

Nun als Technik Interessierter IT‘ler wollte ich es genau wissen und studierte die technischen Eckdaten der Geräte. Ich erkannte bei der technischen Studie der einzelnen Modelle keine Rechtfertigung für einen der Art hohen Endpreis. Vor allem unterschieden sich die Geräte rein vom technischen Potenzial in keinster Weise von den Geräten der Marken Xiaomi, Huawei oder OnePlus. Im Gegenteil, die eben genannten brillierten mit noch spektakuläreren technischen Finessen und wurden für die Hälfte, wenn nicht gar nur zum Drittel des Preises angeboten.
Zusätzlich stellte sich für mich die Frage nach einem guten Handling. Ich wollte ein etwas größeres Gerät als das iPhone 5S haben, um angenehmer Inhalte auf meinem Smartphone lesen zu können. Es war jedoch wichtig, dass es trotz seiner Größe immer noch komfortabel in der Hosentasche verschwindet und mich im Alltag nicht behindert. Nun, was soll ich sagen unter den aktuellen Modellen die Apple im Sortiment hat, gibt es keins, das meinen Wünschen in Bezug der Gerätegröße und des Designs entspricht. Alle Modelle sind einfach recht groß und benötigen beinahe eine eigene Aufbewahrungstasche. Die Kapazität des Speichers ist, nach wie vor, nicht erweiterbar und die aufgerufenen Preise sind schlicht und ergreifend überhöht.
Also begann ich, bei den anderen Herstellern, nach aktuellen Modellen zu suchen. Natürlich hätte ich gerne, meine bis dahin gekauften Apps, Konfigurationen und den oben beschriebenen Datenaustausch, beibehalten, jedoch nicht um jeden Preis. Mir scheint, dass Apple den Bezug zur preislichen Realität verloren hat. Erschwerend kommt hinzu, dass in den Geräten der anderen Hersteller, in Bezug auf Leistung und Dimensionierung, nahezu die gleichen Komponenten verbaut sind. Und ja, auch Apple lässt seine Geräte in China bauen.
Also entschied ich mich diesmal gegen ein iPhone. Ich suchte ein Gerät, das mir die nötige Flexibilität und Leistungsfähigkeit versprach, meinen persönlichen Nutzungsbedarf abdeckte und gleichzeitig nicht mehr, als ein Drittel des Applepreises kosten durfte.

Beim Huawei P20 Lite mit 64 GB Speicher für 199,99 € wurde ich fündig. Das P20Lite lässt sich angenehm in der Hosentasche verstauen, hat aber gleichzeitig eine angenehme Display Größe, die mir ermöglicht alle Inhalte problemlos zu konsumieren. Der Speicher lässt sich beliebig durch eine Micro SD Karte erweitern. Mit Hilfe eines OTG Kabels könnte ich sogar ohne Probleme einen USB Stick anschließen und die Daten mit dem Stick austauschen. Das verspricht eine ungewohnte Flexibilität. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit, jederzeit schnell und unkompliziert neue Inhalte auf das Handy, per USB Kabel, aufzuspielen. Ein Dual Sim Slot ermöglicht mir die Verwendung einer weiteren SIM Karte. Die Kamera ist um einiges besser als in meinem alten iPhone 5S und reicht vollkommen für Schnappschüsse. Die richtigen Fotos erstelle ich ohne hin mit meiner DSLR. Ein Google Konto war schnell eingerichtet und die Synchronisierung der Daten, wie Kontakte, Kalendereinträge und Notizen ist über den Google Account genauso möglich, wie über die iCloud beim Apple Produkt.

Ja, ich habe beim Huawei Gerät etwas mehr Bedenken bzgl. der Datensicherheit und der umlaufenden Schadsoftware, als auf einem iPhone. Ein iPhone ist schon alleine durch das geschlossene System weniger angreifbar. Doch es existieren auch Schadprogramme für iPhones, die ebenfalls die eine oder andere bekannte Sicherheitslücke ausnutzen.

Sollte Apple sich in der Zukunft auf ihre ursprünglichen Werte besinnen, mehr Grips in Innovation, technischen Vorsprung und Design stecken und gleichzeitig konkurrenzfähige Preisgestaltung an den Tag legen, schließe ich nicht aus, dass mein nächstes Smartphone, wieder ein iPhone sein könnte. Bis dahin genieße ich die Android Welt und die enorme Flexibilität. Übrigens auf unserer Sommer Foto Tour durch Portugal, entlang der Atlantikküste, hat sich das P20Lite mehr als bewährt.