011 - Neue, spiegellose Kamera mieten oder kaufen?

011 Neue spiegellose Kamera mieten oder Kaufen

Wir wollten dem Zeitgeist der Fotografie folgen und eine spiegellose Vollformat Kamera intensiv testen. Vor allem wollten wir feststellen, ob die Ära der Spiegelreflexkameras sich tatsächlich dem Ende neigt. Da eine Hochzeitsreportage und eine Fotoreise nach Portugal vor der Tür standen, spielten wir mit dem Gedanken uns eine spiegellose Vollformat Kamera zu besorgen. Die Kamera sollte ihre Qualität unter Beweis stellen, sowohl bei einer Hochzeitsreportage als auch auf einer zwei wöchigen Fotoreise. Ich hatte vor, auf der Fotoreise, mit meiner Spiegelreflex Vollformat Kamera (Canon 5DMark III) zu arbeiten, Marco wollte eine spiegellose Vollformat Kamera einsetzen. Der Plan war, dass wir jeweils an gleichen Orten, die gleichen Motive mit beiden Kameras unter gleichen Bedingungen fotografieren, so wollten wir die vor und Nachteile beider Systeme für uns herausarbeiten.

Doch beginnen wir bei der Frage was eher in Frage kommt Mieten oder Kaufen.
Da wir bis dato noch keine Erfahrungen mit einer spiegellosen Vollformatkamera gemacht hatten, waren wir uns nicht sicher ob ein Kauf die beste Wahl wäre. Was, wenn sich herausstellt, dass das System noch gar nicht so ausgereift ist, wie uns die Werbung gerne vermitteln möchte? Zumal eine Vollformatkamera nicht gerade wenig kostet. Wir benutzen seit mehreren Jahren Spiegelreflexkameras von Canon und verfügen über einen gewissen Objektivfuhrpark, der bei den Tests zum Einsatz kommen sollte. Somit war für uns recht schnell klar, dass für unseren Test die Canon EOS R in Frage käme.
Aber sollten wir sie wirklich kaufen? Wie hoch ist der Wertverlust in den ersten Wochen, wenn wir die Kamera doch nicht behalten wollen? Kriegen wir sie in dem Fall überhaupt wieder schnell verkauft? Auf all die oben genannten Fragen fanden wir keine zufriedenstellenden Antworten und so war die Idee geboren, dass wir die Kamera erstmal für ein Wochenende mieten, ggf. mit der Option sie nach der Mietzeit zu kaufen.

Die Miete der Kamera räumt uns eine viel höhere Entscheidungsflexibilität ein. Sollten wir uns regelrecht in die Kamera verlieben, dann können wir sie im Anschluss an die Miete kaufen und der bezahlte Mietzins wird angerechnet, d.h. vom Kaufpreis abgezogen. Sollten wir doch feststellen, dass uns die Kamera nicht zusagt, müssen wir nicht mühselig nach einem Käufer suchen, der uns einen angemessenen Preis zahlt. Zum einen müssen wir nur die Nutzungsgebühr bezahlen, zum anderen können wir die Mietkosten sofort als Aufwand verbuchen und müssen die Kamera nicht über 3 bis 5 Jahre abschreiben.

Welche Erfahrungen wir beim Mietprozess gemacht haben und vor allem für welchen Anbieter wir uns letztendlich entschieden haben, beschreibe ich im Blogpost: "012 - Startschwierigkeiten, eine Canon EOS R fuer einen Monat zu mieten"